Auslandseinsatz und Vorsorge
Hinterbliebenenversorgung

Hinterbliebenenversorgung

Auf die gesetzlichen Leistungen der Rentenversicherung und der Beschädigtenversorgung wird aufgrund der Individualität nicht näher eingegangen.

Sterbegeld

Gem. § 41 SVG können die Witwe und die Waisen von Berufssoldaten (BS) und Soldaten auf Zeit (SaZ), unter bestimmten Voraussetzungen, als Sterbegeld das Zweifache der letzten Dienstbezüge (§ 17 u. 18 Beamtenversorgungsgesetz) des Soldaten erhalten.

Lebte ein FWDL in häuslicher Gemeinschaft mit seinen Eltern, können die Eltern unter bestimmten Voraussetzungen 2.557 Euro Sterbegeld erhalten.

Hinweis: Das Sterbegeld wird nicht gewährt, wenn eine einmalige Unfallentschädigung nach § 63 SVG oder eine einmalige Entschädigung nach § 63a SVG zusteht.

Einmalige Entschädigung

Tod als Folge einer besonders gefährlichen Diensthandlung oder einer besonderen Auslandsverwendung (§ 63e/63a SVG) - Gilt für alle Soldaten -

Einmalige Unfallentschädigung erhält:

1. die Witwe sowie die nach diesem Gesetz versorgungsberechtigten Kinder => insgesamt 100.000 Euro,

2. die Eltern, sowie die nicht nach diesem Gesetz versorgungsberechtigten Kinder, wenn Hinterbliebene der in Nummer 1 bezeichneten Art nicht vorhanden sind => insgesamt 40.000 Euro,

3. die Großeltern und Enkel, wenn Hinterbliebene der in den Nummern 1 und 2 bezeichneten Art nicht vorhanden sind => insgesamt 20.000 Euro.

Sie wird nicht gewährt, wenn der Verletzte den Unfall vorsätzlich herbeigeführt hat oder der verstorbene Soldat diese einmalige Unfallentschädigung bereits zu Lebzeiten erhalten hat.

Verstirbt ein Soldat aufgrund

einer besonders gefährlichen Dienstverrichtung (z. B. Munitionsuntersuchungsdienst),

besonderer Lebensgefahr,

Vorliegen eines rechtswidrigen Angriffs oder

von Unfällen vom Inland wesentlich abweichender Verhältnisse mit gesteigerter Gefährdungslage (d.h. nicht aufgrund „normaler“ Unfälle),

wird an die Hinterbliebenen eine einmalige Unfallentschädigung gezahlt. Diese einmalige Entschädigung wird nach dem Grad der Verwandtschaft in abgestufter Höhe gezahlt. Diese Entschädigung ist unabhängig von allen sonstigen Leistungen.

Gemäß Attraktivitätssteigerungsgesetz ist der Anspruch auf einmalige Unfall-Entschädigung rückwirkend gültig ab 01.11.1991.

Bild - Marineschiff und Propeller vom Flugzeug

Qualifizierte Unfallhinterbliebenenversorgung

Gewährung von qualifizierter Unfallhinterbliebenenversorgung für Hinterbliebene von Nicht-BS (§ 42a SVG) und BS (§ 43 SVG)

Hinterbliebenen von BS , SaZ , Reservisten und FWDL wird eine qualifizierte Unfallhinterbliebenenversorgung nach einem Einsatzunfall zuerkannt.

Gem. § 42a SVG werden Hinterbliebene von Nicht-BS genauso gestellt, wie Hinterbliebene von BS, wenn der BS einen Dienstunfall erlitten hat.

Hinterbliebene eines im Einsatz gefallenen Soldaten erhalten Witwen-/Witwergeld. Kindern wird Waisengeld gezahlt. Das Witwen-/Witwergeld beträgt 60 % bzw. 55 % und das Waisengeld 12 % bzw. 10 % der Pension des Soldaten, die er bei Pensionierung am Todestag erhalten hätte.

Die qualifizierte Unfallhinterbliebenenversorgung bemisst sich auf der Basis der jeweils ruhegehaltsfähigen Bezüge aus der übernächsten Besoldungsgruppe. Es gibt aber auch Mindestbesoldungsgruppen. Da auch Hinterbliebene von Dienstgraden betroffen sein können, die bisher nicht in den Anwendungsbereich der qualifizierten Unfallversorgung fallen konnten, sieht das Gesetz für die Hinterbliebenenversorgung von Nicht-BS mindestens die Besoldungsgruppe A6 vor.

Schadensausgleich durch den Dienstherrn - Ausfallbürgschaft

Verfügt der Soldat über eine Unfall- und/oder Lebensversicherung und verweigert die Versicherung die Leistung, indem sie sich auf die Kriegsklausel beruft, zahlt der Bund - unter bestimmten Voraussetzungen - einen angemessenen Schadensausgleich (§ 63b SVG).

Ein Schadensausgleich im Rahmen der Ausfallbürgschaft wird unter folgenden Voraussetzungen gezahlt:

Eine Unfall- oder Lebensversicherung muss aktiv bestehen.

Der Soldat muss Versicherungsnehmer sein.

Die Meldung des Auslandseinsatzes beim Versicherer muss erfolgt sein.

Das passive Kriegsrisiko in der Lebensversicherung muss mitversichert sein.

Die Beitragszahlung muss erfolgt sein.

Erklärung passives Kriegsrisiko in der Lebensversicherung.

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