Soldat und Familie
Berufs-/Dienstunfähigkeit

Berufs-/Dienstunfähigkeit

Nur unter bestimmten, sehr eingeschränkten Voraussetzungen erhalten Betroffene noch eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente – und die reicht meist kaum zum Leben. Deshalb ist die private Berufsunfähigkeitsvorsorge wichtiger denn je.

Berufsunfähigkeit (BU)

Die Berufsunfähigkeitsversicherung bietet Schutz vor der finanziellen Katastrophe, wenn der Versicherte seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. In diesem Fall wird eine monatliche Rente während der Dauer der Berufsunfähigkeit, längstens bis zum vereinbarten Vertragsablauf gezahlt. Die Tarife einiger Anbieter sehen sogar lebenslange Rentenleistungen vor. Häufig wird die volle vereinbarte Rente bereits ab einer Berufsunfähigkeit von 50 Prozent gewährt.

Wird die Berufsunfähigkeitsversicherung als Zusatzversicherung genutzt – wird also der Schutz zusätzlich entweder zu einer Risikolebensversicherung, einer Kapitallebensversicherung oder einer Rentenversicherung abgeschlossen – befreit sie den Versicherten bei Berufsunfähigkeit von der weiteren Zahlung der Beiträge für die Hauptversicherung und für die Zusatzversicherung. Häufig wird zusätzlich noch eine Berufsunfähigkeitsrente vereinbart.

Wichtig für Familien

Ändern sich die Familienverhältnisse z. B. aufgrund von Heirat, Scheidung oder Geburt eines Kindes, sollte die Höhe der Berufsunfähigkeitsabsicherung angepasst werden. Es muss geprüft werden, ob im Rahmen einer Nachversicherungsgarantie in dem Vertrag eine Anpassung für bestimmte Fälle möglich ist.

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Bild - Soldat mit Sanitäter

Dienstunfähigkeit (DU)

Dienstunfähigkeit ist für Soldaten der entscheidende Begriff. Unter Dienstunfähigkeit ist zu verstehen, dass ein Soldat aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage ist, seine Dienstpflichten dauerhaft zu erfüllen und die Bundeswehr verlassen muss. Die Entlassung wird vom Dienstherrn verfügt.

Es wird unterschieden, ob die Dienstunfähigkeit aufgrund eines Dienstunfalls oder durch Krankheit entstanden ist. Hieraus ergeben sich unterschiedliche Leistungsansprüche gegen den Dienstherrn. Das bedeutet nicht, dass ein erlernter oder anderer Zivilberuf nicht mehr ausgeübt werden kann oder einer Erwerbstätigkeit gar nicht mehr oder nur eingeschränkt nachgegangen werden kann.


TIPP:
Ein Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung – aufgrund von Erwerbsminderung – entsteht erst nach einer Beitrags- bzw. Dienstzeit von mind. 5 Jahren!

Dienstunfähigkeit im Sinne des Soldatengesetzes ist in den meisten Fällen nicht mit einer Erwerbsminderung im Sinne des Sozialgesetzbuches und mit einer Berufsunfähigkeit im Sinne der allgemeinen Versicherungsbedingungen in der Versicherungswirtschaft gleichzusetzen. Soldaten auf Zeit werden im Falle der Dienstunfähigkeit aus dem Dienst entlassen. Ein Berufssoldat wird in den Ruhestand versetzt.

Im Fall der Dienstunfähigkeit muss mit erheblichen finanziellen Einbußen gerechnet werden. Daher benötigen Soldaten eine Dienstunfähigkeits-Versicherung.

Bild - 2 Soldaten sitzen vor einem Zelt

Spezielle Dienstunfähigkeitsabsicherung für Soldaten


TIPP:
Einzelne Versicherer bieten eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit Dienstunfähigkeits-Paket für Bundeswehrsoldaten an.

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Besonderheiten SaZ, BS

SaZ:

Entspricht der Tauglichkeitsgrad nicht mehr den gesundheitlichen Anforderungen, die an einen Soldaten auf Zeit zu stellen sind, so wird er dienstunfähig und aus der Bundeswehr entlassen.

– Auszug aus dem Soldatengesetz – § 55 Abs. 2 –: Ein Soldat auf Zeit ist zu entlassen, wenn er dienstunfähig ist. Als dienstunfähig kann er auch dann angesehen werden, wenn die Wiederherstellung seiner Fähigkeit zur Erfüllung seiner Dienstpflichten nicht innerhalb eines Jahres zu erwarten ist. Die Dienstunfähigkeit wird auf Grund des Gutachtens eines Arztes der Bundeswehr von Amts wegen oder auf Antrag festgestellt.

BS:

Im Gegensatz zum Soldaten auf Zeit (SaZ), der bei DU gemäß § 55 Abs. 2 SG aus der Bundeswehr entlassen und in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert wird, werden Sie als Berufssoldat bei DU nach § 44 Abs. 3 SG in den Ruhestand versetzt.

- Auszug aus dem Soldatengesetz – § 44 Abs. 3 und 4 –: Ein Berufssoldat ist in den Ruhestand zu versetzen, wenn er wegen seines körperlichen Zustandes oder aus gesundheitlichen Gründen zur Erfüllung seiner Dienstpflichten dauernd unfähig (dienstunfähig) ist. Als dienstunfähig kann er auch dann angesehen werden, wenn auf Grund der in Satz 1 genannten Umstände die Wiederherstellung seiner Fähigkeit zur Erfüllung seiner Dienstpflichten nicht innerhalb eines Jahres zu erwarten ist. Die Dienstunfähigkeit wird auf Grund des Gutachtens eines Arztes der Bundeswehr von Amts wegen oder auf Antrag festgestellt.

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