Auslandseinsatz und Vorsorge
Ausfallbürgschaft - Schadensausgleich

Ausfallbürgschaft - Schadensausgleich

In den privaten Unfall- und Lebensversicherungen sind Schäden aufgrund des militärischen Einsatzes grundsätzliches ausgeschlossen. Aufgrund einer solchen "Kriegsklausel" erfolgt keine Leistung der Versicherer.

In der Unfallversicherung gilt dies immer dann, wenn Unfälle unmittelbar oder mittelbar durch Kriegs- oder Bürgerkriegsereignisse verursacht wurden. Es besteht für alle anderen Unfälle Versicherungsschutz, die nicht unmittelbar oder mittelbar durch Kriegs- oder Bürgerkriegsereignisse verursacht wurden.

Vereinfacht ausgedrückt besteht Versicherungsschutz bei Auslandseinsätzen für Unfälle, die sich in gleicher Weise auch in der Heimat ereignen können, z.B. bei Unfällen im Straßenverkehr unter Beteiligung von Militärfahrzeugen und bei Unfällen in der Freizeit.

In der Lebensversicherung ist der Versicherer von der Verpflichtung zur Leistung frei, wenn der Versicherungsfall unmittelbar oder mittelbar durch Kriegsereignisse eingetreten ist. Unter Kriegsereignissen ist dabei ein kriegsmäßiger Gewaltzustand zu verstehen. Grund für den Ausschluss derartiger Ereignisse vom Versicherungsschutz ist der Gesichtspunkt einer unkalkulierbaren Anhäufung von Versicherungsfällen und damit die Sicherstellung der Erfüllbarkeit der Versicherungsverträge. Bei lediglich passiver Beteiligung an kriegerischen Ereignissen bleibt die Leistungspflicht des Versicherers bestehen. Maßgeblich ist im Einzelfall der Inhalt der dem jeweiligen Versicherungsvertrag zugrundeliegenden Versicherungsbedingungen.

Für den Fall, dass eine private Versicherung eines Soldaten unter Berufung auf die "Kriegsklausel" die Leistung verweigert greift die Ausfallbürgschaft des Bundes. Die Soldaten erhalten unter Einhaltung der Voraussetzungen einen finanziellen Schadensausgleich in angemessener Höhe. Die Angemessenheit ob der gewählte Versicherungsschutz anhand der persönlichen Lebensverhältnisse nachvollziehbar ist, wird dabei vom Bund geprüft. Bei Lebensversicherungen entfällt die Prüfung bis zu einer Summe von 250.000 Euro. Der Schadensausgleich kann dabei sowohl an die von einem Soldaten in dem Versicherungsvertrag begünstigten "natürlichen Personen" (z.B. Freund/in, Witwe/r, Eltern) als auch an juristische Personen (z.B. eine Bank) im Zusammenhang mit der Finanzierung von Wohneigentum erfolgen. Bei Unfallversicherungen wird die Versicherungsnehmer-Eigenschaft des Soldaten empfohlen! Ausreichend ist auch, dass der Soldat (der Versicherungsnehmer ist) den Beitrag unmittelbar durch Zahlung an den Versicherer oder mittelbar durch Zahlung an den Versicherungsnehmer aufgewendet hat und vertraglich bestimmen durfte, wem die Versicherungsleistung im Todesfall gezahlt werden soll.

Bild - Soldaten der Marine, der Luftwaffe und des Heeres

Aktives Kriegsrisiko

Grundsätzlich keine finanziellen Nachteile

Keine Versicherungsleistung - aufgrund besonderer Auslandsverwendung

Ihr Dienstherr übernimmt - mit der Ausfallbürgschaft - die Zahlung!
(gem. §63b Soldatenversorgungsgesetz-SVG)

Ein Schadensausgleich im Rahmen der Ausfallbürgschaft wird unter folgenden Voraussetzungen gezahlt:

Eine Unfall- oder Lebensversicherung muss aktiv bestehen

Der Soldat muss Versicherungsnehmer sein

Die Meldung des Auslandseinsatzes beim Versicherer muss erfolgt sein

Das passive Kriegsrisiko in der Lebensversicherung muss mitversichert sein

Die Beitragszahlung muss erfolgt sein

Erklärung passives Kriegsrisiko in der Lebensversicherung.

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